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Ich habe gestern zusammen mit @Conni_Moehring@twitter.com die Beratungsstelle des Kieler Frauenhauses besucht, um zu hören, wie oft es dort um geht:

Erschreckend viel. Auf die Frage, wie oft es dazu Verurteilungen gibt, müssen die Beraterinnen nachdenken.

"Keine."

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Meistens - und zunehmend - geht es um digitales und um bildbasierte Gewalt, also Erpressung mit intimen Fotos und Videos, teils heimlich aufgenommen:

So sollen die Frauen dazu gebracht werden, zu den gewalttätigen Ex-Partnern zurückzukehren.

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Nicht klar war mir, wieviel Druck die ständige Erreichbarkeit digitaler Kommunikation auslösen kann.

Frauen, die ins Frauenhaus gehen, brauchen Ruhe und Zeit, um Entscheidungen zu treffen, wie es weitergeht. Das ist schwer, wenn Familienangehörige 'immer dabei sind'.

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Auch in steigen die Mieten und es ist schwer, bezahlbare Wohnungen zu finden, damit die Frauen das Frauenhaus wieder verlassen können.

Das heißt auch: Es gibt weniger Plätze für neue Fälle.

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Zurück zur digitalen Gewalt: Es fehlen Möglichkeiten für die Berater*innen, sich dazu weiterzubilden oder externes Fachwissen abzufragen. Das kostet Geld, das in der Finanzierung oft nicht vorgesehen ist und es fehlen Anlaufstellen, die mit dem nötigen Wissen helfen können.

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