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Euch ist schon klar, dass die Verständnislosigkeit gegenüber bestimmten großen Familienfeiern in den letzten Monaten einerseits und die Befürwortung von Corona-Sonderregeln zu Weihnachen andererseits ein Paradebeispiel für Rassismus sind.

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@anneroth Weihnachten hat (ursprünglich) mit der Religion zu tun, nicht zwangsläufig mit der ethnischen Herkunft. Regeln und insbesondere Ausnahmen benachteiligten immer einzelne oder Gruppen. Die Interessen sind zu verschieden um es jedem passend machen zu können. Und die Hochzeiten hätten sich, Teilnehmerbeschränkt, stattfinden können. Wie weihnachtenauch Teilnehmerbeschränkt ist.

@olaf Du redest am Thema vorbei. Es geht nicht um "nicht zwangsläufige" Sachen. Es geht um genau das andere. Betrachte das.

@carl die Hochzeiten hätten auch im kleinen Rahmen stattfinden können. Die Regeln waren klar und Autobahn blockieren und in die Luft schießen hat nichts mit der Rasse zu tun sondern einfach mit Verstand. Rassismus ist überall und sicher auch ein großes Problem der weißen Bevölkerung. Man bekämpft in aber nicht durch dauerndes Rassismus schreien sondern im Zusammenleben und in den Köpfen. Das gilt für alle Menschen

@olaf Wenn du der Meinung bist, dass es Rassismus in Deutschland gibt... hältst du dich für qualifiziert, ihn zu erkennen?
Oder sind das nicht eher doch die PoC in Deutschland?

@carl mir ist es egal wo jemand herkommt, mir ist es egal wie jemand aussieht und mir ist es egal welche ethnische Herkunft er hat und mir ist es egal welche Beeinträchtigung es gibt. Für mich zählt der Mensch der vor mir steht. Sicherlich erkenne ich Rassismus nicht immer und gleich. Nur Versuche ich für mich offen und ohne Vorurteile auf mein Gegenüber zuzugehen.

@olaf @carl "mir ist egal..:" ist ein ignoranter Standpunkt. er geht davon aus dass es ein "neutral" gäbe und eins aus purem Willen dies erreichen kann. er ignoriert strukturellen Rassismus. du kannst noch so sehr versuchen "offen" und "ohne Voruteile" zu sein. wenn du weiss bist, profitierst du von einer rassistischen Gesellschaft.

@kami_kadse @olaf Zum Profitieren: Als weißer profitierst du davon, ob du willst oder nicht. Und erstmal ohne Schuld. Wennauch nicht ohne (Mit-)Verantwortung (siehe auch: Verbrechen durch Unterlassen, div. Straftatbestände).

Ich bin ein großer Fan des Unterschiedes zwischen Schuld (erstmal nutzlos) und VERANTWORTUNG (als Handlungsaufforderung).

@carl @olaf ja, wir sind in einer rassistischen Gesellschaft sozialisiert und sollten und nicht darüber empören für Rassismus kritisiert zu werden (das unterläuft uns allen), sondern daran arbeiten dass es weniger wird.

in dem Zusammenhang ist es meist hilfreich zu kritisiern wenn wer rassistisch *handelt* und weniger Leuten zu sagen dass sie Rassist_innen *seien*.

@kami_kadse @carl
Das weiß ich und trotzdem versuche es immer neutral ran zu gehen. Mir egal sollte eben dies zeigen und nicht als Arroganz aufgefasst werden. Niemand ist frei von Vorurteilen. Nur mit einer offenen Ansicht kann man sie abbauen. Ich weiß auch das ich als weißer profitiere, ja schon als einer mit einem Deutschen Pass. Das ist per se aber erstmal nicht meine Schuld. Ich kann aber versuchen aus der Postion heraus was zu verändern. Zuerst mit dem eigenen Bewusstsein u dem eigen Tun

@olaf @kami_kadse Dein eigenens Bewusstsein kannst du weiterbilden. Zum Beispiel mit dem Buch von Alice Hasters. Oder mit dem Buch von Tupoka Ogette "exit Racism". Letzteres ist auf deutsch, für Deutschland, von einer Deutschen geschrieben.

@olaf Im Übrigen habe ich nicht geschrieen. Offenbar ist jede Lautstärke, in der "Rassismus existiert in Deutschland, hier an diesem Beispiel" gesagt wird, zu laut für dich.

@carl ich sehe das Problem Wörter nutzen sich ab. So werden belanglos und verharmlosen wenn man sie zu oft verwendet. Rassismus gibt es überall. Ich finde das Wort schon schlimm. Es gibt keine menschlichen Rasse . Das hat man versucht uns einzureden, aber es gibt sie nicht.

@olaf Da gibt es zwei Begriffe, die zu unterscheiden sind: Rasse im biologischen Sinne ist auf die Spezies Homo sapiens sapiens nicht anwendbar. Das wurde schon hart wissenschaftlich von u. a. Cavalli-Sforza et. al. gezeigt.
Dann gibt es noch "Rasse" als soziales Konstrukt. Das existiert und ist wirkmächtig. Deswegen müssen wir darüber reden.

@carl @olaf Rassismus gibts auch wenn Leute nicht in terms of "Rasse" denken. Rassendenken ist die Konsequenz von Rassismus, allerdings gibt's ihn auch ohne. (bestes Beispiel: der Ethopluralismus der IB)

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